Wie viele Abtreibungen gibt es pro Jahr? Wie viele der Schwangeren bereuen später ihre Entscheidung? Und wie viele Gynäkolog*innen bieten Schwangerschaftsabbrüche überhaupt an?

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Cytotec® (Misoprostol) ist die Tablette, die bei einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch als zweites Medikament benötigt wird.

Misoprostol steht seit 2009 auf der WHO-Liste der "essentiellen Medikamente". Diese Medikamente sollen laut WHO in einem funktionierenden Gesundheitssystem in notwendiger Dosierung und zu einem vernünftigen Preis verfügbar sein.⠀

Misoprostol macht den Gebärmutterhals weich und löst Kontraktionen der Gebärmutter.

Es wird in der Geburtshilfe und Gyn für viele Situationen verwendet und dringend benötigt:⠀ medikamentöser Abbbruch / Fehlgeburten⠀ Vorbereitung bei operativen Abbrüchen / Fehlgeburten⠀ Vor Einlage einer "Spirale"⠀ Vor Gebärmutter-OPs bei älteren Frauen⠀ Geburtseinleitung⠀schwere Blutungen nach Geburten⠀

Bei einer Geburtseinleitung braucht man von Misoprostol nur sehr wenig, viel weniger als bei allen anderen Situationen.⠀ Da es in den letzten Jahren wegen Überdosierungen oder falscher Anwendung bei Geburtseinleitungen zu Komplikationen kam, gab es viele Pressemitteilungen zur Gefährlichkeit von Cytotec®. Große gynäkologische Fachgesellschaften haben daraufhin geschrieben, dass das Risiko von Cytotec® bei richtiger Anwendung sehr gering ist und es das am besten untersuchteste und sicherste Mittel für eine Geburtseinleitung ist.

Trotzdem hat @jensspahn nun dringend empfohlen, dass Cytotec® nicht mehr nach Deutschland importiert werden soll! Die Pharmafirmen sind dieser Empfehlung gefolgt und haben angekündigt, ab sofort nicht mehr zu importieren.

Zur Geburtseinleitung wird es ein neues Präparat geben, dass aber für Schwangerschaftsabbrüche viel zu niedrig dosiert ist (dafür bräuchte es 32 Tabletten, vor einer OP 16 Stück). Das einzige andere Präparat, das in einer ausreichenden Dosierung verfügbar ist, muss kompliziert direkt beim Hersteller bestellt und jede einzelne Tablette extra registriert werden. Außerdem ist es etwa fünfmal so teuer wie Cytotec®.

Wir fordern daher eine Zurücknahme des Importstopps!

#prochoice #abortionishealthcare

DGGG Stellungsnahme zur Berichterstattung über "Cytotec zur Geburtseinleitung"⠀ Chochrane Artikel "Oral verabreichtes Misoprostol zur Einleitung der Wehentätigkeit"

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So individuell wie Menschen sind, so individuell können die Gefühle zu einer Schwangerschaft sein. Eine Schwangerschaft bedeutet nicht sofort, dass die Person auch Muttergefühle oder eine Verbundenheit spürt, auch wenn dies genauso vorkommt wie fehlende Muttergefühle - beides ist vollkommen normal und in Ordnung.

Leider ist es oft so, dass der ungewollt Schwangeren durch die gesellschaftliche und rechtliche Lage vermittelt wird, dass es eine "richtige" und "falsche" Entscheidung gäbe und ein Schwangerschaftsabbruch immer automatisch eine Konfliktsituation sei. Allerdings ist jede Entscheidung in Ordnung, sowie auch jegliche Gefühle in Bezug auf die Schwangerschaft in Ordnung sind. Wichtig ist nur, dass die Entscheidungen selbstbestimmt getroffen werden können. Hierbei können wir als Außenstehende oder medizinisches Personal einen Beitrag leisten, indem wir aufklären, indem wir Empathie und Verständnis zeigen, indem wir diese Selbstbestimmung anerkennen.

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Der Spruch fällt öfter mal beim Thema Abtreibung, gerne gefolgt von "Das wirst Du später bereuen".

Wir fragen, warum nur sollte jede Person mit Gebärmutter den Wunsch haben Mutter zu werden? Wie kommen manche Leute darauf, das bestimmte Lebensweisen naturgegeben und deshalb universell auf alle übertragbar sind?

Wissen wir inzwischen nicht, dass Menschen vielfälltig sind? Manche homo-, manche bi-, manche hetereo-, manche asexuell. Manche sind karriereorientiert, manche nicht. Manche sportlich, manche nicht. Manche tierlieb, manche nicht. Manche haben braune, manche schwarze, manche blonde, rote oder auch gar keine Haare.

Wie kommen manche in der heutigen Zeit noch immer darauf, dass bestimmte Körpermerkmale (z.B. das Vorhandensein einer Gebärmutter) auf das Wesen eines Menschen schliessen lassen, auf seine Lebensvorstellungen? ⠀ Wir verbrennen doch auch keine Rothaarigen mehr, weil wir davon ausgehen, dass es Hexen sind. Genauso wenig sollte Menschen mit Uterus die Mutterrolle aufgedrückt werden, schon gar nicht mit der Begründung, dies sei doch natürlich!

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Zeitpunkt der Abtreibung nach Schwangerschaftswochen seit der letzten Regel (p.m.) in Deutschland in 2019:
8,2 % aller SAB unter 7 SSW
31,2 % 7-8 SSW⠀
34,4% 9-10 SSW⠀
23,3 % 11-13 SSW ⠀
2,9 % 14 SSW und mehr⠀

97,1 % aller SAB finden vor der 14. Woche p.m. statt, 2,9% aufgrund einer medizinischen Indikation noch danach.

Im 3. Quartal 2020:
97% bis zur vollendeten 14. SSW⠀
2,3 % von 14-23. SSW (medizinische Indikation)⠀
0,7 % nach 23. SSW (medizinische Indikation)⠀

Schwangere, die ihre Entscheidung gefällt haben, sind froh, wenn sie den Eingriff so schnell wie möglich durchführen können. Zu zeitlicher Verzögerung und damit zur unnötigen Weiterentwicklung des Embryos / Fötus kommt es oft aufgrund der Beratungsregel, der damit zusammenhängenden Wartefrist und der mangelnden, wohnortnahen Versorgungslage an Praxen, die Abbrüche durchführen.

Quelle: ⠀

  • Stat. Bundesamt, 2019 (Fachserie 12 Reihe 3)⠀
  • Stat. Bundesamt, 3. Quartal 2020
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Seit Jahren sind die Anzahl an Ärzt*innen und Praxen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, rückläufig. Dies bedeutet, dass es immer mehr Regionen und Städte gibt, in denen es keine oder kaum Anlaufstellen für ungewollt Schwangere gibt. Diese Anlaufstellen sind gar nicht so einfach zu finden, denn der §219a StGB hindert Ärzt*innen daran, über Schwangerschaftsabbrüche z.B. auf ihrer Homepage zu berichten. Eine einfache Internetrecherche oder ein Blick auf die Webseite der eigenen Gynäkologin oder des eigenen Gynäkologen reicht also nicht aus. (Weitere Informationen zu dem Thema findet ihr in den Posts zu §219 von uns.)⠀

Als Unterstützungsangebot hat die deutsche Bundesregierung deshalb Anfang 2019 eine Liste bei der Bundesärztekammer in Auftrag gegeben, in der sich solche Praxen und Ärztinnen freiwillig eintragen können. Das Problem ist, dass diese Liste alles andere als vollständig ist. Viele Ärztinnen entscheiden sich z.B. bewusst dagegen, weil sie Angst vor den Anfeindungen und Diffamierungen durch Abtreibungsgegner*innen haben, wenn sie auf der Liste öffentlich erscheinen. Außerdem fehlen oft weitere nützliche Angaben: z.B. die Angaben der Methoden, bis zu welcher Schwangerschaftswoche sie Schwangerschaftsabbrüche anbieten. All solche Informationen findet man also erst nach einem ersten Gespräch mit der Praxis heraus.⠀

Aber wie sieht denn die Versorgungssituation in manchen Städten ganz konkret aus? ⠀

In München - einer Stadt mit mehr als 1,4 Millionen Einwohner*innen - sind von 9377 Praxen mindestens 611 gynäkologische Praxen.* Auf der Liste der Bundesärztekammer stehen nur 4 Praxen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Davon bieten beide Praxen beide Methoden an, eine Praxis nur die operative, und eine Praxis nur die medikamentöse Methode an.⠀

*Es gibt keine öffentlichen Statistiken über die Anzahl von Fachpraxen in einer Stadt. Zur Orientierung haben wir die Einträge im Bewertungsportal Jameda gezählt.⠀ ⠀ Quellen: ⠀ Liste der Bundesärztekammer auf www.bundesaerztekammer.de/aerzte/versorgung/schwangerschaftsabbruch/ (Stand 01/2021)⠀ www.jameda.de

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Dennoch werden viele ungewollt Schwangere mit diesem Spruch konfrontiert. Leider hinkt der Vergleich, denn ein Kind kann nicht einfach weiter verschenkt, zurückgeben oder nicht angenommen werden. Für ein Geschenk muss niemand viel Lebenszeit aufbringen. Im Gegensatz dazu, braucht ein Kind emotionale und materielle Fürsorge, viel Aufmerksamkeit, Liebe, Respekt und Verantwortung, um glücklich und gesund aufzuwachsen - und das über viele Jahre hinweg. ⠀

Dass genau diese Punkte ausschlaggebend für einen Schwangerschaftsabbruch sein können, zeigte eine Studie aus dem Jahre 2013: so gaben 40% der Schwangeren finanzielle Gründe für den Abbruch an, 36% einen unpassenden Zeitpunkt der Schwangerschaft und 29% sahen keine Möglichkeit, dem Kind genug Aufmerksamkeit zu schenken. 64% der Befragten gaben mehrere, zusammenhängende Gründe an, weswegen für sie das Austragen der Schwangerschaft nicht möglich war.

Fazit: Für ein Geschenk muss die beschenkte Person nicht all diese Faktoren in Erwägung ziehen, für das Austragen der Schwangerschaft schon. Für manche ungewollt Schwangere ist eine Schwangerschaft kein Geschenk. Und es ist okay, wenn sich die schwangere Person gegen das Austragen der Schwangerschaft entscheidet. Eine ungewollte Schwangerschaft muss man nicht annehmen.⠀ ⠀ Quelle: ⠀ https://buff.ly/2OT55xL

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"Meine Abtreibung war zu 100% meine Entscheidung"

Durch die gesellschaftliche Debatte und die Stigmatisierung wird ungewollt Schwangeren oft vermittelt, dass es eine absolut "richtige" und eine "falsche" Entscheidung im Falle einer ungewollten Schwangerschaft geben würde. Über richtig und falsch kann jedoch nur die Schwangere selbst entscheiden und das kann auch einen empowernden Charakter haben, wie dieser Erfahrungsbericht demonstriert.⠀

Alison ist für sich selbst eingestanden, hat die Konsequenzen einer Schwangerschaft und damit einhergehend die eines Kindes für sich abgewogen, hat sich mit ihren Ressourcen auseinandergesetzt und bemerkt: "das kann weder für ein Kind noch für mich funktionieren." Und damit hat sie die richtige Entscheidung für sich getroffen. Das ist es was zählt.⠀

Quelle:⠀ Women on Web, Alison, Canada

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Vorgeschriebene Wartefrist nach Beratungstermin

Jede ungewollt schwangere Person, die in Deutschland abtreiben möchte, muss sich von einer unabhängigen Beratungsstelle beraten lassen, bevor sie die Schwangerschaft abbrechen kann. Diese Schwangerschaftskonfliktberatung muss mindestens drei Tage vor dem Schwangerschaftsabbruch stattfinden und darf nicht von der/ dem behandelnden Ärztin/ Arzt durchgeführt werden, sondern nur von dafür anerkannten Beratungsstellen. ⠀\

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Da ein Schwangerschaftsabbruch im Rahmen der sogenannten Beratungsregelung nur bis Ende der 12. Woche nach der Empfängnis zulässig ist, geraten manche Menschen, die ihre Schwangerschaft vielleicht gerade erst bemerkt haben, in Zeitnot. Die Terminvergabe und die drei Tage Wartezeit können große Hürden für die Durchführbarkeit eines Schwangerschaftsabbruchs darstellen.⠀\

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Diese spezifischen Regelungen und Fristen gelten nur in Deutschland. Während es in vielen Nachbarstaaten, wie zum Beispiel Dänemark, Österreich, Schweiz, Großbritannien und Frankreich, gar keine Wartefristen gibt, ist die vorgeschriebene Wartezeit zwischen Beratung und Schwangerschaftsabbruch in Belgien oder den Niederlanden mit sechs bzw. fünf Tagen sogar noch länger als in Deutschland. ⠀\

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Aber wieso sind die gesetzlich geregelten Wartefristen zwischen den europäischen Ländern so unterschiedlich? ⠀\

Ganz einfach: Es gibt keine medizinische Grundlage für eine verpflichtende Wartezeit und auch nicht dafür, wie kurz oder lang sie sein sollte. Die Vorschriften, ob und wie lange ungewollt Schwangere mit ihrer Abtreibung warten müssen, beruhen also viel weniger auf wissenschaftlich fundierten Fakten als auf politischen Entscheidungen.

Quellen:

  • pro familia, "Schwangerschaftsabbruch. Fakten und Hintergründe" 2017 ⠀
  • Dr. Fiala, Fachtag "Der §219 in 2019", Hochschule Merseburg⠀
  • https://buff.ly/3cgZeLx (letzter Besuch 13.01.21)
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Ihre Entscheidung muss erstmal überprüft werden.

Jede ungewollt schwangere Person, die in Deutschland abtreiben möchte, muss sich von einer unabhängigen Beratungsstelle beraten lassen, bevor sie die Schwangerschaft abbrechen kann. Diese Schwangerschaftskonfliktberatung muss mindestens drei Tage vor dem Schwangerschaftsabbruch stattfinden und darf nicht von der/dem behandelnden Ärztin/Arzt durchgeführt werden, sondern nur von dafür anerkannten Beratungsstellen. ⠀

Da ein Schwangerschaftsabbruch nach sogenannter Beratungsregelung nur bis Ende der 12. Woche nach der Empfängnis zulässig ist, geraten manche Menschen, die ihre Schwangerschaft vielleicht gerade erst bemerkt haben, in Zeitnot. Die Terminvergabe und die drei Tage Wartezeit können große Hürden für die Durchführbarkeit eines Schwangerschaftsabbruchs darstellen.⠀

Es ist unerlässlich, dass ungewollt Schwangere die Möglichkeit haben sich unkompliziert und ergebnisoffen hinsichtlich der Fortführung oder Beendigung ihrer Schwangerschaft beraten zu lassen. Vorausgesetzt sie wünschen eine solche Beratung. In Deutschland ist dies allerdings kein Angebot, sondern eine Verpflichtung. In unseren Augen bevormundet diese im Paragraph 218a festgelegte Regelung ungewollt Schwangere und stellt ihre Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit infrage. ⠀

Zum Vergleich: Wie wäre es denn, wenn man auch gewollt Schwangere, die einen aktuellen Kinderwunsch haben, zu einer Schwangerschaftskonfliktberatung verpflichten würde? Käme da nicht der Verdacht auf, man unterstelle ihnen, dieser Entscheidung und ihrer Konsequenzen nicht gewachsen zu sein? ⠀

Quellen:

  • pro familia, "Schwangerschaftsabbruch. Fakten und Hintergründe" 2017⠀
  • Dr. Fiala, Fachtag "Der §219 in 2019", Hochschule Merseburg
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"Danke, dass Sie so nett zu mir sind."

Eine wertfreie und empathische Haltung gegenüber Patient*innen unabhängig von der persönlichen Meinung ist ein selbstverständliches ärztliches Grundverständnis.

Leider erleben ungewollt Schwangere von Seiten des medizinischen Personals häufig Missbilligung, weil auch in medizinischen Kreisen das Thema noch stark tabuisiert und stigmatisiert ist. Eine schlechte Behandlung ist neben der gesellschaftlichen Stigmatisierung und der Notwendigkeit einer Geheimhaltung im Familien- und Freundeskreis ein Faktor, der zu einer schlechten Verarbeitung des Abbruchs beiträgt.

Keine gewollt schwangere Person würde sich bei ihrer Frauenärzt*in dafür bedanken, dass sie nett zu ihr ist. Davon gehen wir ganz selbstverständlich aus. Warum sollten es ungewollt Schwangere also tun?

Quellen:

  • Bericht einer Gynäkologin⠀
  • Biggs MA, Brown K, Foster DG (2020): Perceived abortion stigma and psychological well-being over five years after receiving or being denied an abortion.⠀
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Nur 10% aller Gynäkolog*innen führen Abbrüche durch

Geschätzt führt nur 1 von 10 Gynäkolog*innen Schwangerschaftsabbrüche durch. Das ist nicht so sehr verwunderlich, wenn man überlegt, dass der Schwangerschaftsabbruch nicht nur gesellschaftlich, sondern auch in der Medizin noch stark tabuisiert ist. Er nimmt eine Sonderstellung in der Medizin und auch in der Gynäkologie ein.

Für die gynäkologische Facharztausbildung muss eine gewisse Zeit im Bereich der Geburtshilfe und Schwangerenvorsorge absolviert werden, um dort Erfahrungen zu sammeln - ist ja verständlich. Der Schwangerschaftsabbruch ist allerdings dabei kein verpflichtender Teil der Facharztausbildung. Zudem gibt es auch keine offiziellen Weiterbildungsmöglichkeiten dafür. Das bedeutet, dass selbst die Ärzt*innen, die aus eigenem Interesse und Motivation ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Bereich 'Schwangerschaftsabbruch' erweitern möchten, wenig offizielle Fortbildungskurse finden.

Schon allein deshalb bieten viele Gynäkolog*innen den Schwangerschaftsabbruch nicht an. Durch die sogenannte Gewissensklausel wird Ärzt*innen aber auch noch eine weitere Möglichkeit eingeräumt, sich grundsätzlich gegen die Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs "aus persönlichen Gewissensgründen" zu entscheiden. Auch das hat ein Alleinstellungsmerkmal in der Medizin.

So kommt es dazu, dass nur circa 10% der Gynäkolog*innen tatsächlich Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Und ungewollt Schwangere deshalb manchmal viel telefonieren, rumfragen und reisen müssen, um eine*n Ansprechpartner*in zu finden.

Wir wünschen uns, dass Schwangerschaftsabbrüche endlich als das gesehen werden, was sie sind: Teil unserer Gesellschaft, Teil von Sexualität, Teil der Medizin. Und wir wünschen uns, dass Ärzt*innen ihren Patient*innen helfen und diese medizinisch versorgen, egal ob gewollt oder ungewollt schwanger.⠀

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Schwangerschaftsabbruch in der Facharztausbildung Gynäkologie

Ungewollte Schwangerschaften sind eine sehr häufige Fragestellung in der gynäkologischen Praxis. In Deutschland werden jährlich etwa 100.000 Schwangerschaften abgebrochen bei etwa 780.000 Geburten. Trotzdem wird zu diesem Thema wenig gelehrt und geforscht. Im Medizinstudium gibt es dazu sehr wenig Lehrveranstaltungen und auch auf Kongressen oder in Fachzeitschriften kommt das Thema Schwangerschaftsabbruch selten vor.

Wenn jemand die gynäkologische Facharztausbildung in einem Krankenhaus absolviert, in dem keine Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, kann es sein, dass sie oder er kein einziges Mal mit einem Schwangerschaftsabbruch in Kontakt kommt.

Insbesondere die medikamentöse Methode wird kaum gelehrt, da in den Kliniken vor allem operative Abbrüche durchgeführt werden. Das gilt auch für die medikamentöse Behandlung einer Fehlgeburt, wo viel häufiger ein operativer Eingriff durchgeführt wird als es notwendig wäre.

Laut der Ärztestatistik 2019 gibt es in Deutschland über 26.000 Gynäkolog*innen. Schwangerschaftsabbrüche führen aber geschätzt nur etwa 10-20 % durch. Kein Wunder, wenn es kaum gelehrt und ausgebildet wird.

Quellen:

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§219a StGB

Das deutsche Strafgesetzbuch regelt in §219a das Verbot unerlaubter "Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft". Unter Strafe fallen auch sachliche Informationen von Ärztinnen auf ihren Internetseiten, wie z.B. welche Methoden des Schwangerschaftsabbruchs (SAB) sie anbieten oder wie so ein Termin genau abläuft.⠀⠀[Wir haben im letzten Post bereits betrachtet, welche Konsequenzen diese rechtliche Regelung für Ärztinnen hat.](https://www.instagram.com/p/CMR0vauMseJ/)

Aber auch für ungewollt Schwangere hat sie Konsequenzen:

Der §219a verhindert, dass sich ungewollt Schwangere informieren können. Er erschwert es ihnen, Ärzt*innen in ihrem Umkreis zu finden, die SAB durchführen. Er verhindert, dass sie sich vorab über die verschiedenen Methoden (operativ oder medikamentös), den Ablauf, rechtliche und organisatorische Voraussetzungen informieren können. Informationen erhalten sie sonst nur auf den Webseiten der Ärztekammern oder Beratungsstellen - oder absurderweise auf Webseiten von Abtreibungsgegner*innen. Letzteres ist natürlich alles andere als sachlich informativ und medizinisch korrekt und hat als einziges Ziel, ungewollt Schwangere zu verängstigen und abzuschrecken.

Für eine selbstbestimmte Entscheidung ist die Voraussetzung eine umfassende Information. Das ist in anderen medizinischen Fragestellungen und Eingriffen selbstverständlich. Du willst dir die Hormonspirale einsetzen lassen? Dann findest du vorab schon alle Informationen zum Ablauf, Nebenwirkungen und der Webseite des Arztes oder der Ärztin deines Vertrauens. Aber ausgerechnet im Fall der ungewollten Schwangerschaft, eine für viele schwierige Lebenssituation, wird es diesen Menschen unnötig schwer gemacht, Informationen und Unterstützung zu finden.

Quellen:

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Egoistisch und naiv?

Oft wird Menschen, die einen Schwangerschaftsabbruch durchführen wollen oder durchgeführt haben, Naivität, Unüberlegtheit bis hin zu “Dämlichkeit” vorgeworfen. Diese Menschen haben v.a. das Bild der jungen, kinderlosen Frau vor Augen. ⠀

Ein erster Blick in die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Schwangerschaftsabbrüchen vom Jahr 2019 räumt mit diesen Klischees auf: Die Gruppe der 20- bis 30-Jährigen ist genauso groß wie die der 30- bis 40-Jährigen. Zudem haben ca. 60% aller Betroffenen bereits mindestens ein Kind. Sie sind sich also der Verantwortung bewusst, die eine Austragung der Schwangerschaft und die Erweiterung der Familie um ein weiteres Kind mit sich bringen würde.

Die Entscheidung zum Abbruch ist gut durchdacht. Die Mehrzahl der ungewollt Schwangeren trifft sie alles andere als leichtfertig. Dies zeigt sich u.a. an den Ergebnissen aus einer großen Studie aus den USA: auch 5 Jahre nach dem Abbruch finden 99% der Betroffenen, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben. Das sollten wir als Außenstehenden respektieren.⠀

Quellen:

-Studie MeGySa: https://www.gwi-boell.de/de/2019/01/18/zwischen-tabu-passivitaet-und-pragmatismus-medizinerinnen-zum-schwangerschaftsabbruch\

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29% aller Schwangerschaften enden weltweit in einem Schwangerschaftsabbruch

29% aller Schwangerschaften weltweit enden in einem Schwangerschaftsabbruch.

Wir sollten aufhören so zu tun, als sei ein Schwangerschaftsabbruch ein seltener, abnormaler Eingriff. Die Statistik beweist klar das Gegenteil. Lasst uns uns lieber dafür einsetzen, dass fachliche, sichere Abbrüche für Betroffene leicht in Anspruch zu nehmen sind - ohne geografische Hürden und ohne gesellschaftliche Ächtung. Es könnte jede*n von uns treffen. Egal in welchem Land wir leben.

Quellen:

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"Ich habe elf, zwölf Praxen abtelefoniert, immer in der Angst, dass es am Ende zu spät sein könnte."

"Ich habe elf, zwölf Praxen abtelefoniert, immer in der Angst, dass es am Ende zu spät sein könnte. Diese entsetzliche Ohnmacht, das hängt mir bis heute nach"⠀

Im März 2019 wurde aufgrund der vielen Kritik eine Neuregelung des §219a StGB verabschiedet.

Seitdem dürfen Ärzt*innen auf ihrer Internetseite darüber informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche (SAB) durchführen. Allerdings dürfen sie weiterhin nicht darüber informieren, welche Methode sie anbieten.

Zur Verbesserung der Information über einen SAB hat die Bundesärztekammer eine Liste mit Ärztinnen veröffentlicht, die Abbrüche anbieten. Diese Liste ist aktuell allerdings mehr als unvollständig.

Für ungewollt Schwangere ist es also schwierig, herauszufinden, welche Ärzt*innen in ihrer Umgebung Abbrüche mit der Methode ihrer Wahl durchführen. Für Betroffene heißt es also: eine Praxis nach der anderen abtelefonieren. Dies ist nervenauftreibend, wie Annas Erfahrungsbericht zeigt. Denn viel Zeit ist nicht: Ein SAB nach Beratungsregelung ist nur bis zur 12. Schwangerschaftswoche nach Empfängnis straffrei möglich. Die Möglichkeit des medikamentösen Abbruchs steht nur bis zur 9. Woche, der operative bis zur 12. Woche nach Empfängnis zur Verfügung.

Wenn du auch möchtest, dass der SAB nicht mehr im Strafgesetzbuch geregelt wird, dann unterschreibe diese Petition. Das muss auch nicht heißen, dass es keine Regelungen mehr zum SAB geben wird, sondern nur, dass sie neu verhandelt werden und evtl. woanders niedergeschrieben werden, wie z.B. im Bürgerlichen Gesetzbuch.⠀

Quellen:

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§218 StGB

Der Schwangerschaftsabbruch ist ein Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch und gehört wie Mord und Totschlag zu den Straftaten gegen das Leben. Ein Schwangerschaftsabbruch ist also immer illegal. Nur unter bestimmten Umständen wird von einer Strafe abgesehen:

1.) Die schwangere Person kann mit einer offiziellen Bescheinigung nachweisen, dass sie sich mindestens 3 Tage vor dem Eingriff zum Schwangerschaftsabbruch beraten lassen hat.

2.) Der Eingriff wird von einem*r Ärzt*in durchgeführt.

3.) Seit der Empfängnis sind nicht mehr als 12 Wochen vergangen.

Dass hier ein medizinischer Eingriff neben schweren Delikten aufgelistet wird, ist - neben der sog. "Sterbehilfe" ein Einzelfall in der Medizin.

Bei allen anderen medizinischen Eingriffen müssen Patient*innen über alle möglichen Komplikationen, Folgen und Nebenwirkungen aufgeklärt werden und können sich dann selbst dafür oder dagegen entscheiden.

Medizinische Eingriffe werden also normalerweise nicht als Straftat angesehen, solange Patientinnen nach einer guten Aufklärung ihre Zustimmung abgeben. Dass der Schwangerschaftsabbruch (SAB) so anders als alle anderen medizinischen Eingriffe behandelt wird, schafft Zugangsbarrieren und Verunsicherung bei den Ärztinnen und Betroffenen. Und es führt zu Hilflosigkeit in einer Situation, in der ungewollt Schwangere sich vor allem Sicherheit und Unterstützung wünschen.

Internationale Organisationen wie die WHO oder der Frauenrechtskonvention der UN (CEDAW) fordern deshalb die Legalisierung des SAB. Ein SAB sollte eine öffentliche Gesundheitsleistung sein. Regelungen zum SAB sind außerhalb des Strafgesetzes möglich, beispielsweise in Sozialgesetzbüchern oder innerhalb der für den Gesundheitsbereich geltenden Rechtsordnungen.

Wenn du das genauso siehst und auch möchtest, dass der SAB nicht mehr im Strafgesetzbuch geregelt wird, dann unterschreibe gerne diese Petition.⠀

Quellen:

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"Schon mal was von Verhütung oder Sterilisation gehört? Vorher überlegen!!!"

Wenn Menschen von ihrer Abtreibung erzählen, wird des Öfteren nachgefragt, ob sie nicht richtig verhütet hätten - gerade in den Kommentarspalten in den Sozialen Medien lassen sich diese Vorwürfe oft auffinden. Wie in unserem Beispiel auf Facebook: "Schon mal was von Verhütung oder Sterilisation gehört? Vorher überlegen!!!" Damit geht die Annahme einher, dass Verhütungsmittel in jedem Fall eine ungewollte Schwangerschaft verhindern könnten.⠀

Fakt ist jedoch, dass kein einziges Verhütungsmittel zu 100% sicher ist. Selbst bei fehlerfreier Anwendung können Menschen ungewollt schwanger werden. Um die Sicherheit eines Verhütungsmittels anzugeben, gibt es den sogenannten "Pearl-Index". Je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer ist das Verhütungsmittel. Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.

Ganz konkret bedeutet der Pearl-Index vom Kondom (2-12), dass 20 bis 120 von 1000 gebärfähigen Menschen, die diese Methode über 12 Monate anwenden, schwanger werden. Selbst bei der Sterilisation, die als endgültige und sicherste Verhütungsmethode gilt, können 1-3 von 1000 Menschen über einen Zeitraum von einem Jahr schwanger werden.

Allerdings sind die Angaben zum Pearl-Index in verschiedenen Quellen teilweise sehr unterschiedlich und können nur als Anhaltspunkt gesehen werden. Hersteller*innen der Produkte geben den Pearl-Index beispielsweise ohne Anwendungsfehler an. Das bedeutet also, dass trotz perfekter Anwendung noch soundso viele Menschen schwanger werden.

Pearl-Index der einzelnen Verhütungsmethoden:⠀ Hormonspirale: 0,16
Pille: 0,1 – 0,9
Mini-Pille: 0,5 – 3
Kupferspirale: 0,3 – 0,8
Diaphragma: 1 – 20⠀

Kondom: 2 – 12
Keine Verhütung: 85
Sterilisation der Frau: 0,2 – 0,3
Sterilisation des Mannes: 0,1

Anmerkung: Dieser Pearl-Index gilt nur, wenn man das Verhütungsmittel zusammen mit Verhütungsgel verwendet.⠀

Quellen:

  • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Juli 2004, pro familia https://www.profamilia.de//theme (letzter Recherchezeitpunkt 15.01.2021)⠀
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Strafanzeigen gegen Ärzt*innen

§219a StGB: "Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise 1.) eigene oder fremde Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs [SAB...] anbietet, ankündigt, anpreist oder Erklärungen solchen Inhalts bekanntgibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Unter Strafe fallen auch sachliche Infos von Ärzt*innen auf ihren Webseiten, wie z.B. welche Methoden des SAB sie anbieten oder wie ein Termin genau abläuft.

Für Ärzt*innen bedeutet das:

  • Einen fundamentalen Grundstein des ärztlichen Berufs, nämlich Aufklärung & Informationsweitergabe, nicht umfassend durchführen zu können
  • Für ärztliche Aufklärung angezeigt werden zu können. In den letzten Jahren ist die Zahl der Anzeigen stark gestiegen, da Abtreibungsgegner*innen sich genau dieses Gesetz zu nutze machen
  • Insgesamt führt es zu Unsicherheit & Angst: Unsicherheit darüber, was an Information erlaubt ist und was nicht, sowie Angst vor Diffamierungen und Strafanzeigen. Das ist ein Grund, warum einige Ärzt*innen keine SAB durchführen. Selbst der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Frank Ulrich Montgomery stellt klar: "Wir haben großes Verständnis für jeden Arzt, der unter den derzeit herrschenden Bedingungen keine Schwangerschaftsabbrüche vornehmen möchte. [...] Wir würden sehr begrüßen, wenn die Politik sicherstellt, dass Ärztinnen & Ärzte betroffene Frauen nach med. Standards versorgen können, ohne von so genannten "Lebensschützern"[1] diffamiert & in der Ausübung ihres Berufes zum Teil massiv gestört zu werden."⠀

[1] Wir distanzieren uns von dem Wort "Lebensschützer*in". Es ist eine Selbstbezeichnung von Abtreibungsgegner*innen. Diese schützen jedoch keine Leben, sie erschweren nur den Zugang zu Abtreibungen. Zutreffender ist, diese Personengruppe "Abtreibungsgegner*innen" oder "anti-choice-Gruppe" zu nennen.

Quellen:

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Ich hätte niemals gedacht, dass ich ungewollt schwanger werden würde

"Ich hätte niemals gedacht, dass ich ungewollt schwanger werden würde. Das passte nicht in mein Selbstbild. Erst als ich es war, wurde mir deutlich wie extrem klischée- und stereotypbehaftet ungewollte Schwangerschaften sind und wie sehr ich diese selbst verinnerlicht hatte."

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schwangerschaftsabbrüche weiterhin mit Egoismus oder mangelndem Wissen über Verhütung assoziiert sind - dabei handelt es sich um frauenfeindliche Klischees. Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch sowie die Betroffenen sind sehr viel vielfältiger und vielschichtiger.

Doch nicht nur im breiten gesellschaftlichen Diskurs lassen sich solchen Klischees finden, sondern auch in medizinischen Kreisen bleiben diese teilweise bestehen. ⠀

Quellen:

Erfahrungsbericht Lisa L. (23), medikamentöser Abbruch 8. SSW

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§218 StGB

§218 Strafgesetzbuch: "Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Der Schwangerschaftsabbruch ist ein Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch und gehört wie Mord und Totschlag zu den Straftaten gegen das Leben. Ein Schwangerschaftsabbruch ist also immer illegal und kann nur unter bestimmten Umständen straffrei bleiben.

In unserem Bild sieht man eine Betroffene und eine*n Ärzt*in, die eine schwere Metallkugel am Fuß haben, auf der §218 StGB steht. Dieses Bild soll symbolisieren, dass dieser Paragraph sowohl für die Betroffenen, als auch für Ärzt*innen eine Belastung darstellt und ihnen das Leben erschwert.

Die Möglichkeit, sich strafbar zu machen, verängstigt Ärzt*innen und ist eine von vielen denkbaren Ursachen für den Rückgang von Ärzt*innen und Kliniken, die Abbrüche durchführen. Von 2003 bis 2018 ist die Zahl von Praxen und Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüch durchführen, von 2050 auf 1170, also um rund 40%, gesunken.

Abtreibungsgegner*innen nutzen die schwierige rechtliche Lage aus und stellen Strafanzeigen gegen Ärzt*innen. Wie das genau aussieht und welche Folgen das hat, zeigen wir euch in bald in einem weiteren Post.

Wenn du auch möchtest, dass der Schwangerschaftsabbruch nicht mehr im Strafgesetzbuch geregelt wird, dann unterschreibe gerne diese Petition.

Quellen:

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